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Elfi Gmachl

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1994 stieß Elfriede Maria Gmachl, damals schon fast siebzig,
aber rege und rüstig, zur PLAGE. Sie ließ sich auch bei ansonsten
teilweise unterschiedlichen Auffassungen durch konsequenten Einsatz
für wertvolle Anliegen der Allgemeinheit überzeugen und gewinnen.
Das war es wohl, neben der offenbar anregenden und freundschaftlichen
Runde der PLAGE-Geister, weshalb sie dieses Umfeld bald geradezu als
eine Art Heimat empfand und hier bis zu ihrem Lebensende im
Dezember 2000 regelmäßig ehrenamtlich mitarbeitete. Und weshalb sie
schließlich diese "PLAGE der Atomindustrie" mit ihrem Vermögen beschenkt hat.

Foto: Elfi bei ihrem schon traditionellen Einsatz in der Bücher-Ecke des PLAGE-Flohmarktes
 
Die Absicht dazu hatte sie zwar schon einige Zeit vor ihrem Tod mehrfach durchblicken
lassen: Welches Vermögen jedoch ihre große Kunstsammlung und ihre Geldanlagen
darstellten, das hatte die pensionierte Bankangestellte jedoch wohl vor allen
Bekannten verborgen. Diskretion, Geschick und Glück dürften sich vereint und ihr große Gewinne
bei Aktienkäufen beschert haben. So überraschte die Höhe des Gmachl-Vermögens auch jene,
denen sie den Willen, es der PLAGE zu vererben, mitgeteilt hatte.
 
"Eine großzügige Förderin der Antiatom-Bewegung" hat die PLAGE daher an ihrem Grabstein
auf dem Salzburger Kommunalfriedhof anbringen lassen. Und diese Förderung soll nun, im Wege
über die Elfi-Gmachl-Stiftung Atomfreie Zukunft, in der Tat nicht nur der Antiatomarbeit in
Salzburg, sondern je nach Projekten auch weit darüber hinaus zugutekommen. "In dankbarer
Erinnerung", wie die Grabinschrift noch hinzufügt, wird daher die Salzburger Plattform gegen
Atomgefahren Elfi Gmachl - auch als Freundin - stets behalten. Darüberhinaus aber vielleicht
zunehmend auch andere, die wertvolle Beiträge zur Überwindung der atomaren Last leisten und
dies in Zukunft vielleicht mit Unterstützung der Elfi-Gmachl-Stiftung leichter tun können.
 
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Elfi Gmachl im Porträt (aus den Plattform-News, 4/2000)
 
Zum 75er!
 
Ein Mensch
schon etwas in den Jahren
doch jung im Herzen und Gebaren
nimmt regen Anteil am Lauf der Welt
und kennt sich aus in Kunst und Geld.
 
Doch geht es um Atomgefahr
Wird sie zur Spezialistin gar.
Sei's Kunstauktion oder Versand
am Flohmarkt ist's der Bücherstand
viel Engagement sie hier beweist
und ist ein wahrer PLAGEGEIST!
Bewundernswert mit soviel Schwung
Wie sie es macht, das hält sie jung.
 
Wir danken Dir für deine Treue
Und hoffen, daß Du ohne Reue
Noch weiter recht oft bei uns bist
Und nicht nur schöne Bücher liest.
 
Zum 75er ganz klar
steht da die Gratulantenschar
und wünscht von ganzem Herzen heut'
Gesundheit, Glück, Zufriedenheit
Und viele schöne Jahr' und Tage
Mit uns zusammen in der PLAGE.
 
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Nachruf Elfriede Gmachl (aus den Plattform-News, 1/2001)
 
Völlig überraschend ist PLAGEgeist Elfriede Gmachl am 28. Dezember 2000 - erst 75 jährig -
gestorben. Unbegreiflich für uns alle, die sie noch ein paar Tage zuvor fröhlich und agil wie
immer, bei einer kleinen PLAGE/ÖNB-Weihnachtsfeier getroffen haben.
 
Den meisten wird Frau Gmachl wohl von den Plage-Flohmärkten in Erinnerung sein. Ihre
besondere Leidenschaft galt der "Buchabteilung", die sie fachlich und monetär bestens
betreute und grundsätzlich alle drei Flohmarkttage durchgehend (!) im Einsatz stand.
Neben ihrem Amt als Rechnungsprüfer Stellvertreterin war Sie auch immer zu Stelle,
wenn Hilfe beim Versand im Büro gefragt war.
 
Aber nicht nur uns PLAGEgeistern war sie ein Begriff. Durch ihre Interesse an Kunst, Kultur,
Politik und Gesellschaft konnte man sie praktisch überall antreffen - bei Kunstauktionen,
Vernissagen, Diskussionsveranstaltungen, etc.
 
Sie war eine angenehme, fröhliche, manchmal etwas schrullige Weggefährtin,
- abgehen wird sie uns wohl allen, und die Lücke die sie hinterläßt wird nie ganz
geschlossen werden können...